Maritime Malerei und Bronzeplastiken
29. März bis 03. Mai 2026
Karin Mennen braucht diese Landschaft – vor allem das Meer. Mit großen dynamischen Pinselzügen malt sie Küstenlandschaften, die Gewalt des Meeres. Sie zeigt ihre experimentellen „Wattschlickbilder“, die auf ganz besondere Weise entstehen. Sie fixiert die Bildträger aus Nessel-, Kartoffelsackjute oder Leinwände an prägnanten Orten im Wattenmeer. Durch Sedimentation verleiht die Natur ihren Werken die Grundlage, die sie dann durch Malerei ergänzt. Auch ihre figürlichen Plastiken aus Bronze zeigen die expressive Dynamik, die aus Karin Mennens tiefer landschaftlicher Verwurzelung resultiert.
Stipendiat 2026
„Flüchtige Ewigkeit – Menschen am Strand“ – Aquarelle
10. Mai bis 05. Juli 2026
Strände sind Orte der Leichtigkeit. Menschen kommen, um sich zu entkleiden – körperlich wie seelisch. Sie liegen in der Sonne, laufen barfuß durch den Sand, trinken aus Dosen, blicken aufs Meer. Doch wer genau hinsieht, entdeckt etwas anderes: die große Stille unter dem Geräusch, die Existenz hinter dem Spiel.
Die hier gezeigten Aquarelle zeigen Menschen an den Stränden. Sie wirken in den Bildern seltsam entrückt. Als hätte man sie aus der Zeit gehoben, aus dem Lärm der Menge in einen stillen Raum gesetzt. In einer Zeit der Geschwindigkeit laden diese Aquarelle zum Innehalten ein. Sie stellen keine Fragen und geben keine Antworten. Aber sie erinnern uns daran, dass das Menschliche im Alltäglichen liegt, in den kleinen Gesten, im bloßen Dasein, im Blick aufs Meer. „Wo sonst das Auge gleitet, bleibt es hier stehen. Dort, wo nichts geschieht, geschieht alles.“
Stipendiatin 2026
„Muster und Mimesis“ – Malerei
12. Juli bis 16. August 2026
In ihren Arbeiten zitiert Agnes Lörincz häufig Elemente aus Mode, Werbung und Nachrichten, die sie mit dekorativen Stoffen kombiniert und in neue Kontexte überführt. Obwohl ihre Bilder auf den ersten Blick gegenständlich und leicht zugänglich wirken, gehen sie weit über das Sichtbare hinaus. Lörincz thematisiert gesellschaftliche Verhaltensmuster, die einem Dresscode folgen – einem visuellen Regelwerk, das beeinflusst, lenkt und manipuliert.
Das Prinzip der Täuschung durchzieht ihr Werk auf mehreren Ebenen: Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich ihre Bilder als Collagen. Auch in ihren abstrakteren Arbeiten integriert Lörincz Stoffe so geschickt, dass die Grenzen zwischen gemalter und geklebter Oberfläche nahezu verschwimmen. Dieses Spiel mit Oberfläche und Oberflächlichkeit, mit Schein und Sein, ist ein zentrales Element ihrer künstlerischen Praxis.
Weitere aktuelle Veranstaltungen im Künstlerhaus Hooksiel finden sich auf der Homepage des Künstlerhauses ↗.
Museum im Landrichterhaus
Heimathirsch und Zwergkaninchen. Vereinsleben im gesellschaftlichen Wandel
29.03.2026 – 31.10.2026
Einen Blick auf die Geschichte des deutschen Vereinswesens zu werfen, ist gleichsam eine Seelenschau deutscher Gesellschaften im Wandel der Zeit. Ihre Gründung verdanken viele Vereine engagierten Personen, sogenannte Heimathirsche, die teils selbstlos, teils aus persönlichen Gründen oftmals in mehreren Vereinen Mitglied waren. Die auch als Vereinsmeierei bezeichnete Anhäufung von Mitgliedschaften und Funktionen wirkt aus heutiger Sicht abschreckend, hatte aber durchaus eine soziale Komponente. Der betreffenden Personen wurde Anerkennung und Ansehen zuteil. Dieses Engagement wird sichtbar durch die vielen Vereinsgründungen in der ehemaligen Herrlichkeit Gödens.
Die in der Ausstellung erwähnten historischen Vereine wurden über Zeitungsartikel recherchiert und bilden somit nicht unbedingt die gesamte Bandbreite der Vereine ab. Die noch heute existierenden Vereine sind über das ‚Gemeinsame Register-portal der Länder‘ einzusehen. Insgesamt konnten so 55 Vereine ermittelt werden, die in der ehemaligen Herrlichkeit ihre Spuren hinterlassen haben. Dazu kommen noch mehrere Ortsgruppen von Verbänden und Genossenschaften, die ähnliche Strukturen wie in den Vereinen aufweisen.
Deutschlandweit gibt es über 600.000 eingetragene Vereine. Etwa die Hälfte aller Deutschen ist Mitglied in mindestens einem von ihnen. In der ehemaligen Herrlichkeit Gödens findet sich die ganze Bandbreite der Vereinssparten. Es gründeten sich Freizeit- , Gesellschafts-, Sport-, Musik- und Sozialvereine. Sie führten Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus zusammen oder schlossen diese aus. Regionale Besonderheiten brachten spezielle Vereinsgründungen hervor.
11.03.2026 um 18:00 Uhr
Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus begegnen uns fast tagtäglich in der Schule, auf der Straße, am Arbeitsplatz, auf der Familienfeier oder in der Disko. Jeder kennt Situationen, in denen Menschen, nur weil sie aus einem anderen Land kommen oder anders aussehen, mit platten Parolen und ausgrenzenden, diskriminierenden Sprüchen beschimpft werden. Wir wollen einschreiten, aber uns fehlen sprichwörtlich die Worte.
Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen sind eine seit mehr als dreißig Jahren bewährte und etablierte Möglichkeit, um sich mit diskriminierenden Parolen auseinanderzusetzen und das Einschreiten dagegen zu erlernen. Ein zertifizierter Trainer führt durch einen strukturierten und abwechslungsreichen Workshop, in welchem sich die Teilnehmenden Wissen über Vorurteile, Stammtischparolen und dahinterliegende Mechanismen aneignen. Ein Austausch über Hürden, Ängste und Erwartungen leitet über zur gemeinsamen Erarbeitung von Techniken und Strategien, um schlagfertig Parolen zu kontern. Der Trainer ist ausgebildet durch die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung.
09.05.2026 10:00-15:00 Uhr
Die Kirchenvielfalt in den friesischen Marschengebieten ist einzigartig. Es gibt kaum einen Landstrich in Deutschland, der eine so große Fülle an mittelalterlichen Kirchen vorweist. Ihre Entstehung geht zurück auf eine Zeit, in der die friesischen Landgemeinden Recht und Freiheit durch gewählte Vertreter sicherstellten und frei von adeliger Herrschaft oder Leibeigenschaft waren. Sie bestimmten daher eigenständig über den Bau von Kirchen. Auf dieses Recht beriefen sich auch die Häuptlingsherrschaften, die sich in Folge des Zusammenbruchs der freien Landgemeinden etablierten. Welche weitreichenden und immer noch sichtbaren Folgen diese Eigenständigkeit hatte, wird in der ehemaligen Herrlichkeit Gödens sichtbar.
Kilometer: ca. 35 Km
06.06.2026 um 10:00 – 15:00 Uhr
Historisch gesehen, steht ein großer Teil von Wilhelmshaven auf einem Schwemmland, dass durch Eindeichungen der Maadebucht gewonnen wurde. Ursprünglich eine durch die abfließenden Schmelzwasser der letzten Eiszeit gebildete Rinne, verlandete die Bucht und bildete Schilfsümpfe und Hochlandmoore. Ihre Ausläufer können bis in die ehemalige Herrlichkeit Gödens nachverfolgt werden und bildeten im Mittelalter die natürliche Grenze zwischen den friesischen Gauen Östringen und Rüstringen. Um 1150 begann dann die Bedeichung der Maadebucht, wobei noch heute Relikte in der Landschaft zu finden sind, die auf ihren Verlauf hinweisen.
Kilometer: ca. 35 km
Die Dauerausstellung des Schulmuseums im Untergeschoss ist komplett überarbeitet und mit einer Fibel-Ausstellung ergänzt worden.
Das Nordwestdeutsche Schulmuseum bietet an Christi Himmelfahrt das traditionelle Open-Air-Fest mit Live Musik und Grillen im Museumsgarten an.
Am Internationalen Museumstag (17. Mai 2026) ist der Eintritt frei und es wird ab 15:00 Uhr eine Offene Führung angeboten.
Am 19., 24. und 25.Juni bietet die Waldpädagogin Anette Haupt-Koch im zum Schulmuseum gehörenden Naturerlebnishaus im Rahmen der Woche der Natur für Schulklassen/Kindergärten Führungen von 08:00 bis 13:00 Uhr an.
Gruppenanmeldungen sind auch in der Winterpause sonntags und an allen anderen Wochentagen (ab 20 Personen) für das Café möglich.
Melden Sie sich auch dafür bitte vorab dienstags – freitags zwischen 9. 00 – 12.00 Uhr bei Nadine Henkensiefken, Tel.: 0171 7095264.
Weitere aktuelle Veranstaltungen im Norddeutschen Schulmuseum Bohlenbergerfeld finden sich auf der Homepage des Schulmuseums ↗.
Eintritt für Erwachsene 3 €, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt, ebenso Mitglieder des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten können Mühle und Museum nach Anmeldung (als Gruppe) besichtigt werden. Gruppen können unter info@schlachtmuehle.de oder Tel. 04461-4212 eine Führung vereinbaren. Führung von Gruppen: 4 € für Erwachsene (ab 10 Erwachsene).
Mühlenfeste 2026
Deutscher Mühlentag Pfingstmontag 25. Mai
Apfelfest (Tag des offenen Denkmals) 13. September
Graupenfest (Brüllmarkt in Jever) 11. Oktober
Führungen und Workshops für Gruppen und Schulklassen
Nach Vereinbarung können Gruppen und Schulklassen eine Führung durch Mühle und Landwirtschaftsmuseum (ca. eine Stunde) oder einen Workshop „Vom Korn zum Brot“ (3 Stunden mit etwa 30 Teilnehmern) buchen. Infos über www.schlachtmuehle.de und Anmeldung über info@schlachtmuehle.de oder Tel. 04461-4212.
Die Workshops finden von März bis Oktober statt. Wir lernen dabei landwirtschaftliche Geräte kennen, dreschen Weizen mit Dreschflegel und Dreschblock, reinigen das Korn mit der Windfege. Wir erproben Mahlverfahren mit Handmühlen und erfahren, wie die Windmühle funktioniert. Schließlich backen wir gemeinsam Fladenbrote. Mit Förderung durch das Land Niedersachsen im Projekt „Transparenz schaffen“ können wir die Workshops für eine beschränkte Anzahl von Schulklassen und Gruppen für 2 € pro Kind anbieten.
Weitere aktuelle Veranstaltungen in der Schlachtmühle Jever finden sich auf der Homepage der Schlachtmühle ↗.
29.03.2026 bis 10.01.2027
Sammeln ist eine zutiefst im Menschen verankerte Leidenschaft, der ein großer Teil der Deutschen nachgeht. Es geht um das Suchen, Entdecken, Besitzen und Zeigen. Macht Sammeln glücklich, bringt es eine Ordnung in das Unübersichtliche und Unbekannte, kann es der Vergänglichkeit etwas entgegensetzen?
In der Ausstellung werden Privates und Museales nebeneinander präsentiert. Schallplatten, Briefmarken, Hobel und natürlich Schätze aus dem Museumsmagazin sammeln sich, um zu erfreuen, zu begeistern, nachdenklich zu machen. Und am Ende steht vielleicht die Frage im Raum: Was könnte ICH eigentlich sammeln?
15.05.2026 bis 10.01.2027
Über Jahrhunderte prägten sie das Leben in Dörfern und Kleinstädten. Gasthöfe waren Orte der Begegnung, der Geselligkeit, manchmal auch des handfesten Streits. Für die ländliche Bevölkerung waren sie unbestrittener Mittelpunkt der Freizeitgestaltung. Heute jedoch stehen sie vielfach leer, sind längst verfallen oder gar abgerissen. Nur wenige Wirtshäuser in der Fläche trotzen mit neuen Nutzungskonzepten dem kulturhistorischen Wandel des digitalen Zeitalters.
Die Ausstellung des Schlossmuseums Jever widmet sich diesen fast vergessenen Kult- und Kulturorten. Der informative und unterhaltsame kulturhistorische Bogen erzählt von Postkutschen und Zollstellen, Bewirtung und Gastfreundschaft und nicht zuletzt vom Tanzen, rauschhaftem Feiern und Amüsieren.
- Do. 12. März, 19.00 Uhr Vortrag: Der Schlosspark Jever im Klimawandel (Andreas Folkers)
- Fr. 13. März, 20.00 Uhr, Sa. 14. März, 20.00 Uhr, So. 15. März, 17.00 Uhr Konzert: Heart of Gold
- Do. 23. April, 19.00 Uhr Vortrag: „Versammelte Bücher“ Das Schriftgut-Gedächtnis des Schlossmuseums Jever (Christiane Baier)
- Sa. 9. Mai, 18.00 Uhr Konzert: „Jever klingt“ (Küchensaal)
- Di. 2. Juni, 19.00 Uhr Lesung: Literarischer Landgang Marica Bodrožić
- Offene Schloss- und Parkführungen, ohne Anmeldung, Beginn jeweils um 15.00 Uhr
Osterferien
Mittwochs: 25.3., 1.4., 8.4.
Sonntags: 29.3., 12.4.
Sommerferien
Dienstags: 7.7., 14.7., 21.7., 28.7., 4.7., 11.8., 18.8., 25.8.
Mittwochs: 8.7., 15.7., 22.7., 29.7., 05.8., 12.8., 19.8., 26.8.
Sonntags: 5.7., 12.7., 19.7., 26.7., 2.8., 16.8., 23.8., 30.8 - Mi. 22.4., 15.00 bis 17.00 Uhr Welttag des Buches – „Restaurierte Schätze in der Schlossbibliothek Jever“ Lesesaal der Schlossbibliothek (Hof von Oldenburg)












